Ein Spezialisten-Team unserer IoT Manufaktur hat bei unserem Kunden Röhm maßgeblich bei der Entwicklung einer Produktinnovation mitgewirkt, die auf der AMB 2022 in Stuttgart als Weltneuheit erstmals präsentiert wurde. Mit seiner Strategie, ein moderner und innovationsfreudiger Engineeringpartner für seine Kunden zu sein, ist RÖHM einer der bedeutendsten Spannmittelhersteller der Welt.

Unter der Produktbezeichnung iJaw bietet RÖHM jetzt Spann- und Greiftechnik mit integrierter Sensorik zur Spannkraftmessung sowie drahtloser Datenübertragung in eine Spannbacke an. Mit der iJaw ist es nun möglich, während der spanenden Bearbeitung die Spannkraft in Echtzeit zu messen und ggf. entsprechende Anpassungen adhoc vorzunehmen. Das Spannen und Greifen mit genau der erforderlichen Kraft, das RÖHM als „Smarter Clamping“ bezeichnet, ist eine Innovation, die viele Vorteile bietet: Es gibt mehr Sicherheit bei der Bearbeitung, erhöht die Maschinenverfügbarkeit und senkt die Teilekosten.

 

 

Ausführliche Informationen zum „Smarter Clamping“ stellt RÖHM auf einer speziellen Produkt-Website bereit.

 


 

Aktuell stehen viele Unternehmen vor der großen Herausforderung, weitere Möglichkeiten für Energieeinsparungen zu finden. Neben den Stromkosten stehen dabei zwangsläufig auch die Heizkosten auf dem Prüfstand. Moderne IoT Technologien sind vielfach der Schlüssel, um weitere Einsparpotentiale bei den Heizkosten bzw. den Energiekosten zu heben, indem neue Optimierungsmöglichkeiten für die Temperatursteuerung in den Räumen identifiziert werden.

Temperatur-Monitoring

Mit dem Anbringen eines kleinen Temperatursensors in jedem einzelnen Raum lässt sich schnell und unkompliziert ein permanentes Temperatur-Monitoring realisieren. Durch Vernetzung der Sensoren und die Verbindung mit der Cloud können nicht nur jederzeit die aktuellen Temperaturen von jedem einzelnen Raum zentral und übersichtlich auf einem einzelnen Online-Dashboard gesehen werden, sondern auch die gespeicherten Temperaturverläufe von dem jeweiligen Raum. Mit diesen Informationen wird klar erkennbar, in welchen Räumen durch Anpassungen der Raumtemperatur sofort entsprechende Heizkosteneinsparungen realisiert werden können.

Monitoring der Raumnutzung

Die Optimierung der Raumtemperaturen lässt sich noch präziser gestalten, wenn gleichzeitig ein Monitoring der Raumnutzung stattfindet. Denn in jedem Raum, der sich nicht in Nutzung befindet, könnte vorübergehend die Temperatur abgesenkt werden. Auch hierbei sind IoT Technologien der Schlüssel für neue Einsparpotentiale. Mit vernetzten Sensoren, welche die Raumnutzung registrieren und ihre Daten in die Cloud senden, lässt sich auf dem Online-Dashboard dann nicht nur die aktuelle Nutzung jedes einzelnen Raums in Echtzeit, sondern auch der Nutzungsverlauf des Raums anzeigen. Diese Daten ermöglichen dann – ggf. zusätzlich noch unter Berücksichtigung von Raumbelegungsplänen – eine bedarfsgerechte, automatisierte Steuerung der Raumtemperatur für jeden einzelnen Raum. Ein weiterer Schritt zur Vermeidung von unnötigen Heizkosten.

Neue Mindest-Temperatur am Arbeitsplatz

Dabei ist jedoch zu beachten, dass in Unternehmen gleichzeitig auch die Arbeitsschutzrichtlinien einzuhalten sind, welche bestimmte Mindesttemperaturen für die verschiedenen Arten von Arbeitsplätzen festlegen. Für Büroarbeitsplätze ist beispielsweise eine gesetzliche Mindesttemperatur von 20 Grad vorgeschrieben. Seit dem Inkrafttreten der Energieeinsparverordnung am 01.09.2022 können Unternehmen jedoch aktuell von den Vorgaben der Arbeitsschutzrichtlinie um 1 Grad nach unten abweichen, da nun 19 Grad als neue Minimaltemperatur in den Büros gilt.

Fazit

Temperatursensoren mit Cloud-Anbindung stellen somit nicht nur eine einfache und effiziente Möglichkeit dar, mit Hilfe von IoT Technologien die Energiesparbremse zu ziehen sondern auch die Einhaltung der Arbeitsschutzrichtlinien bezüglich der zulässigen Mindest-Temperatur in Arbeits- und Büroräumen zu überwachen.

 


Das hier beschriebene IoT Anwendungsszenario „Energiesparbremse“ ist nur eines von vielen Beispielen, wie moderne IoT Technologien gewinnbringend in Unternehmen eingesetzt werden können. Weitere Beispiele, Case Studies und Informationen zum Thema IoT finden Sie auch auf den Seiten unserer IoT Manufaktur.

 


Im Rahmen unserer Video-Serie „kurz erklärt“ beantworten wir im neuesten Video mit dem Titel „IoT Edge Computing – kurz erklärt in 100 Sekunden“ die oft gestellten Fragen:

  • Was versteht man unter Edge Computing?
  • Wie funktioniert Edge Computing?
  • Was ist das Ziel von Edge Computing?
  • Was ist eine Edge Lösung?
  • Was ist ein Edge Computing Device?

 

Das Video liefert eine Definition von „Edge Computing“ und es werden kurz und knapp Sinn und Zweck sowie der Nutzen von „IoT Edge Computing“ beschrieben.

Hier geht’s zum IoT Edge Computing Erklär-Video


Ausführliche Informationen zum Thema finden Interessenten auch auf unserer „IoT Edge Computing“ Website.

 


Der aktuelle Chipmangel setzt vielen Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen heftig zu – nach aktuellen Studien leiden insgesamt 169 Branchen unter den fehlenden Mikroprozessoren. Insbesondere die Hersteller von Maschinen und Anlagen trifft der Chipmangel hart, wenn Anlagen im Wert von mehreren Millionen Euro nicht in Betrieb gehen können, nur weil ein kleines Stück Hardware fehlt, in dem „Intelligenz“ für den Betrieb der Anlage steckt. Auch viele IoT-Projekte, bei denen eine Cloud-Anbindung eine zentrale Rolle spielt, liegen aktuell auf Eis, weil die notwendigen IoT Edge Computing Devices nicht erhältlich sind.

Bei einem unserer Kunden, einem mittelständischen Maschinenbau-Kunden, zeichnete sich dieses Problem auch ab. Mit IoT-Technik sollen Werkzeuge in Produktionsmaschinen überwacht werden, um eine gleichbleibende Qualität in der Fertigung sicherzustellen und Handlungsbedarfe rechtzeitig zu erkennen (Predictive Maintenance). Die für dieses IoT-Projekt ausgewählten Edge Devices, welche die von den Sensoren über BLE empfangenen Maschinen-Daten an die Cloud senden sollen, sind aber aufgrund des aktuellen Chipmangels auf dem Markt auf absehbare Zeit nicht mehr erhältlich. Auch bei den übrigen Anbietern auf dem Markt der klassischen IoT Edge Devices ist die Situation identisch.

Um den drohenden Stillstand der Anlagen bei unserem Kunden zu vermeiden, haben unsere IoT Spezialisten nach einer alternativen Lösung gesucht und ein BTLE-fähiges IoT Edge Device gefunden, das nicht von den aktuellen Lieferschwierigkeiten betroffen ist. Einziges Problem: Es handelt sich hierbei um einen Empfänger aus einem geschlossenen IoT-Gesamtsystem, der eigentlich ausschließlich für die BTLE-Kommunikation mit den zugehörigen System-Sensoren des Herstellers konzipiert ist.

Da die IoT Spezialisten im Hause SIC! Software jedoch auch umfangreiches Know-how und viel Erfahrung in der Firmware- bzw. Embedded-Software-Entwicklung besitzen, konnten dank der Kooperationsbereitschaft des Herstellers individualisierte IoT Edge Devices bestellt werden, auf welche der Hersteller eine von SIC! speziell für den Einsatz in diesem IoT Kundenprojekt entwickelte Firmware aufgespielt hat. Damit können diese Devices über BTLE mit den bereits an den Maschinen unseres Kunden vorhandenen Sensoren kommunizieren und ermöglichen eine zentrale Datenerfassung und Verwaltung der Maschinen-Sensoren. Bei der Entwicklung der Firmware wurde auf höchste Sicherheit bei der Datenübertragung Wert gelegt und eine End2End Verschlüsselung integriert. Zudem ermöglicht die individuelle Firmware jederzeit Anpassungen und Aktualisierungen per OTA-Updates, womit eine volle Kontrolle über das System gewährleistet ist.

Diese alternative Lösung hat für unseren Kunden nicht nur den Vorteil einer sofortigen und auf absehbare Zeit unlimitierten Verfügbarkeit der Hardware, sondern auch die gegenüber den klassischen IoT Edge Devices deutlich günstigeren Anschaffungskosten, womit eine komplette BTLE-Ausleuchtung von Werks- oder Lagerhallen zu einem Bruchteil der Kosten von klassischen IoT Edge Devices möglich wird.

So haben die SIC! IoT-Spezialisten mit ihrer Expertise im Bereich der Firmware-/Embedded-Software-Entwicklung in diesem IoT-Kundenprojekt aus der Not eine Tugend gemacht und unserem Kunden geholfen, einen kritischen Engpass dauerhaft zu überwinden und die bei ihm bestellten Anlagen wie geplant ausliefern und in Betrieb nehmen zu können.

 


Gerne unterstützen unsere IoT-Spezialisten mit ihrer umfangreichen Kompetenz und langjährigen Erfahrung im Bereich der Entwicklung von individueller Firmware bzw. Embedded Software auch Sie in Ihren IoT-Projekten. Egal wo Sie mit Ihrer Idee oder Herausforderung im Moment stehen, wir finden einen gemeinsamen Einstieg.
Sprechen Sie uns an, wir freuen uns auf Sie!

Im unserem neuen Video werden die Vorteile und Nutzenaspekte von IoT Edge Computing am Anwendungsbeispiel einer Industrie-Bohrmaschine demonstriert.

Beim Edge Computing werden die von Sensoren erfassten Daten mit Machine Learning Technologien direkt am Ort der Entstehung analysiert und nur noch die relevanten Messdaten sowie Erkenntnis-Daten in die Cloud übertragen. Alle nicht mehr benötigten Daten werden wieder gelöscht.

 


Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass gerade die Klärung von technisch-organisatorischen Fragen teilweise einen erheblichen Vorlauf benötig, wenn in einem Unternehmen die ersten Schritte im Bereich IoT gemacht bzw. IoT Projekte gestartet werden sollen. Das kann dazu führen, dass die Umsetzung selbst von einfachen Machbarkeitsstudien oder praxisnahen Versuchsaufbauten um Wochen oder Monate verzögert werden.

Dieses neue E-Book ist speziell für die Mitarbeiter in den Fachabteilungen erstellt worden und enthält eine hilfreiche Checkliste mit nützlichen Tipps als Hilfestellung, um wichtige Fragestellungen schon in einem möglichst frühen Stadium der Projektplanung beim Start von IoT Projekten klären zu können.

Das E-Book mit der Checkliste „IoT Projekte starten“ kann hier kostenlos angefordert werden: E-Book: Checkliste „IoT Projekte starten“


 

Wenn die Schule in Baden-Württemberg nach den Herbstferien wieder beginnt, gelten nun auch die von der Landesregierung beschlossenen neuen, vierwöchigen verschärften Anti-Corona-Maßnahmen. Im Gegensatz zum kompletten Lockdown vom April diesen Jahres sollen dieses Mal bei diesem „Lockdown Light“ nach aktuellem Stand die Schulen weiter geöffnet bleiben können.

Um Infektionen zu vermeiden, wird in den Schulen dabei nun zusätzlich zu den bisherigen AHA-Maßnahmen auch ein besonderes Augenmerk auf die Luftqualität gelegt. So soll die potentielle Virenbelastung der Luft durch einen möglichst permanenten Luftaustausch reduziert werden. Da aber mit den in dieser Jahreszeit sinkenden Außentemperaturen eine permanente Öffnung der Fenster kaum noch möglich ist, kann der notwendige Luftaustausch nur durch regelmäßiges Lüften erreicht werden.

Doch welches ist das richtige Lüftungsintervall? Wie kann man gute Luft in den Klassenzimmern erhalten, ohne dass alle Kinder mit Heizdecken zur Schule kommen müssen?

Hier kann ein sogenannter CO2 Guard helfen. Denn Forscher haben herausgefunden, dass die Kohlendioxidkonzentration (CO2) in der Innenraumluft nicht nur für Unruhe, Müdigkeit und Kopfschmerzen verantwortlich sein kann, sondern auch ein Indikator für potenziell virenbeladene Aerosol-Konzentrationen ist. Ein CO2-Messgerät kann anzeigen, wenn bestimmte Grenzwerte erreicht sind, also „die Luft verbraucht ist“ und somit ein Luftaustausch durch Lüften angebracht ist.

Um einen Beitrag für gute Luft in den Schulen zu leisten, hat SIC! Software einige selbst gebaute CO2 Guards mit „Internet of Things“ Funktionen an eine Heilbronner Grundschule gespendet. Die handlichen Geräte werden einfach an eine Steckdose angeschlossen und zeigen dann – unterstützt durch entsprechende Grafiken, die einem Ampelsystem entsprechen – die Luftqualität im Raum an.

Und da SIC! als IoT Spezialist natürlich eine echte IoT-Lösung geliefert hat, kann Schulleiter Florian Scheufele auch auf seinem PC im Büro auf einem Dashboard die Luftqualität in den einzelnen Klassenzimmern, in denen ein CO2 Guard aufgestellt ist, überwachen.

 


Viele IoT-Geschäftsmodelle sind nur mit Hilfe global nutzbarer Konnektivität möglich, wobei aus Gründen der Prozessoptimierung und Kostenminimierung eine intelligente Reduzierung der Datenmenge bereits am Ort ihrer Entstehung stattfinden sollte. Die Lösung dafür sind IoT-Edge-Gateways, welche nahe der Datenquelle – also am Rand („Edge“) des weltweiten Kommunikationsnetzes – positioniert und zu einer intelligenten Datenvorverarbeitung befähigt sind.

Als Hilfestellung bei der Auswahl des richtigen IoT Edge-Gateways vergleichen wir für Euch in einer Video-Serie im Rahmen des SIC! TechTalks die Vor- und Nachteile von aktuell am Markt befindlichen IoT-Edge-Gateway Devices.

Neben den Hardware-Eigenschaften werden insbesondere die nicht sofort so offensichtlich erkennbaren Vor- und Nachteile rund um die Software untersucht, gezeigt und erläutert, wie z.B.

  • welches Betriebssystem kommt zum Einsatz?
  • wie sind die Konzepte zur Verwaltung eigener Software?
  • wie steht es um das Thema Updatebarkeit (a. der eigenen Software / b. des Betriebssystem selbst)?
  • wie sieht es mit der Zukunftssicherheit aus?

 





Der IoT-Edge-Gateway-Vergleich wird fortgesetzt,

Videos zu weiteren IoT Edge Devices sind in Vorbereitung!

 


Edge Computing in der Praxis

Unsere Expertise im Bereich IoT in der Cloud und Embedded Engineering hat bereits zum Erfolg von zahlreichen Innovationen beigetragen.

Einige Beispiele aus der Praxis für den Einsatz von IoT Edge Gateway Devices finden Sie in unseren IoT-Projekt-Referenzen.


Warum Edge Computing?

Erfahren Sie, wie wir den Wert von Daten steigern und die IoT-Cloud-Kosten senken indem wir Sensor-Daten bereits auf den Edge Devices für die Cloud mit AWS Greengrass veredeln:

Vorteile und Funktionen mit Edge Computing


Kostenfreie IoT Projekt-Beratung

Sie haben ein IoT Projekt und benötigen Unterstützung? Profitieren Sie bei unserem „Experten-Feedback“ Angebot von unserem Know-how und der langjährigen Erfahrung aus zahlreichen IoT-Projekten. In einer kostenfreien Online-Beratungsstunde erhalten Sie Feedback für Ihre IoT-Cloud-Projekte von unseren IoT-Spezialisten sowie Best Practice Tipps.

Mehr Info


 

Eine grundlegende Anforderung vieler IoT Projekte ist die Visualisierung der Daten, egal ob Sensor- oder Maschinendaten. Insbesondere steht gerade zu Beginn vieler Projekte eine Visualisierung der Daten direkt am Edge ganz oben auf der Wunschliste von Kunden, aber auch dem Entwickler selbst.

Bei dieser Anforderung geht es in erster Linie darum, schnell und einfach Feintuning an den erhobenen Daten vorzunehmen oder einfach nur zu sehen, ob Sensoren richtig positioniert oder kalibriert sind.

In vielen IoT Projekten und bei Demonstratoren auf Messen sehen wir immer wieder Node-RED als das Mittel der Wahl, um Dashboards auf IoT Edge Geräten zu bauen und diese initiale Visualisierung der Daten zu ermöglichen.

Ohne Frage ist das sicher eine Möglichkeit, vergleichsweise schnell und mit wenigen oder keinen Programmierkenntnissen Datenvisualisierung zu betreiben.

Allerdings hat die Nutzung von Node-RED in der Praxis auch viele Einschränkungen, die uns bewogen haben, hier einen etwas anderen Weg zu gehen. Auch wenn es in Node-RED sehr einfach erscheint, Dashboards zu bauen, so sind diese jedoch trotzdem relativ starr. Sobald sich an den eingehenden Daten etwas verändert – und sei es nur ein neuer Sensorwert – muss sofort wieder am Dashboard Hand angelegt werden. Scripte werden angepasst, neue Widgets werden angelegt und positioniert etc.

Zudem sind die Daten dann meist auch verloren, wenn man sich nicht die Mühe gemacht hat, diese auch in einer Datenbank zwischenzuspeichern.

Um das alles flexibler zu gestalten, bietet sich der Technologistack von Influx, der sogenannte „TICK Stack“ an. TICK steht hier für Telegraf – InfluxDB – Chronograf – Kapacitor. InfluxDB stellt hier den Kern als TimeSeries Datenbank dar. Telegraf ist die universale Waffe, um die Daten von beliebigen Quellen in die Datenbank zu bekommen und Chronograf ist für die Visualisierung zuständig.

Wie sieht das in der Praxis also aus:

 

Die Daten werden vom Sensor oder der Maschine an einen MQTT Broker (z.B. Mosquito) geschickt.

Der Telegraf kann mit Bordmitteln auf den MQTT Broker auf beliebige Topics subscriben und diese Daten dann direkt an die Datenbank weitergeben. Der Vorteil, der diese Konstellation so flexibel macht, ist die Tatsache, dass man nirgends spezifizieren muss, welche Daten erwartet werden. Solange die MQTT Payload aus Key/Value Werten besteht, werden diese alle einfach in die Datenbank übernommen. Wenn einer dazu kommt, muss nichts verändert werden.

Entscheidend ist hier die Konfiguration des MQTT Consumer Plugin:

https://github.com/influxdata/telegraf/tree/master/plugins/inputs/mqtt_consumer

Zum einen muss das Topic spezifiziert werden. In diesem Beispiel würde alles, was unterhalb von Sensor gepublished wird, in die Datenbank übernommen.

topics = [

„sensors/#“,

]

 

Am Ende der Config ist es noch wichtig, das Datenformat zu spezifizieren:

data_format = „json“

 

Ist das gemacht, landen alle Daten vom MQTT Broker automatisch in der Datenbank.

Die Payload des MQTT sollte dieses Format haben:

{

„Druck“: 100,

„Temperatur“: 34.2

}

Damit ist die Arbeit auch schon getan, denn der Chronograf wird diese Daten über den Explore direkt für die Visualisierung zugänglich haben.

Jetzt kann ich ohne weitere Konfiguration mit beliebigen Sensordaten arbeiten und muss mich nicht mehr um die Konfiguration dieser Kette kümmern.

Als weiterer kleiner Nebeneffekt überwacht der Telegraf auch noch den Host und man bekommt ein Systemmonitoring (Speicher/CPU/Festplatte) zusätzlich geschenkt.


Download

Hier können Sie das Beispielprojekt für die HARTING MICA als Datei downloaden:

SIC-TICK-Container_v1.0.tar


Video

Hier finden Sie ein Anleitungsvideo, in dem Schritt für Schritt gezeigt wird, wie man mit dem von SIC! Software bereitgestellten Container für die HARTING MICA den TICK Stack von InfluxDB deployen und damit sehr einfach Maschinen- bzw. Sensordaten in einer Datenbank auf dem Gateway speichern und auf einem Dashboard ganz einfach visualisieren kann.

Video: Flexible IoT Edge Datenverarbeitung mit dem TICK Stack


Stehen Sie aktuell vor einer Edge Computing Herausforderung?

Gerne unterstützen unsere IoT Experten Sie bei Ihren Projekten und helfen Ihnen dabei, möglichst optimale Lösungen zu finden.

Sprechen Sie uns an: Kontakt


 

 

Überall dort wo Cloud-Computing auf die Steuerung und Überwachung im Feld trifft und dies zudem zuverlässig funktionieren muss, wird oft auf Edge-Computing zurückgegriffen.
Dies hilft beispielsweise Unterbrechungen im Betrieb zu vermeiden, da das Gesamtsystem auch ohne eine permanente Online-Verbindung über ein Netzwerk weiter funktioniert.
In der Cloud selbst (und dies gilt auch für jedes vernünftige Rechenzentrum) ist es hier ohne Probleme möglich, eine entsprechende Verfügbarkeit zu gewährleisten.
Wendet man den Blick aber in Richtung Edge, sieht die Welt wieder ganz anders aus: Keine redundante Internetanbindung/-Infrastruktur, Zuständigkeiten verschiedenster Dienstleister/Provider und Netzwerke zwischen Rechenzentrum und Edge-Device.
Hier kann dann schnell mal etwas schiefgehen oder einfach ausfallen – die Fehlerquellen sind sehr vielfältig. Eine Analyse der Probleme ist jedoch unter diesen Umständen relativ zeitraubend und aufwendig.
Aber schieben wir diese sehr kurze Einführung in das Thema Edge-Computing beiseite und betrachten das hieraus resultierende Problem:

Wie verwalte ich die Edge-Devices am besten?

Hat man bereits ein Cloud-Setup für seine IT-Infrastruktur und nutzt hier die Vorteile wie beispielsweise IaC (Infrastrucute-as-Code) und CD (Continuous-Delivery), meldet sich sofort dieses unangenehme Gefühl in der Magengegend, das einem nichts Gutes signalisiert, da solche Tools und Workflows für Edge-Computing – wenn überhaupt – nur sehr schwer umzusetzen sind.
Um genau dieses Thema zu adressieren, haben die großen Cloud Anbieter – und hier allen voran AWS – entsprechende Frameworks für Edge Devices geschaffen. Mit AWS Greengrass steht ein mächtiges Werkzeug zur Verfügung, um Komfortfunktionen, wie man sie aus der Cloud Welt kennt, auch auf einem Edge Device zur Verfügung zu haben.
Zu den wichtigsten Funktionen zählen:

  • Sicherer Remote Zugriff auf die Geräte (Tunnel)
  • Verwaltung von Software, insbesondere die Verteilung von Updates
  • Sicherer Datenkanal in die Cloud mit automatischer Zwischenspeicherung für den Fall, dass die Verbindung nicht möglich ist
  • Eine Laufzeitumgebung, um z.B. Serverless-Anwendungen, wie z.B. Lambda auszuführen

Der Workflow sieht dabei primär vor, die Greengrass Installation in einen Container zu packen und diesen auf dem Edge-Device laufen zu lassen. Da sich tendenziell auch viel häufiger Änderungen an der Anwendung selbst ergeben, als es z.B. nötig ist, eine neue Greengrass Version einzusetzen oder die Firmware des Edge-Devices zu aktualisieren, ist hiermit zumindest schon einmal ein großer Teil der Deployments von Änderungen an der Software sehr einfach möglich.

Firmware und Betriebssystemupdates

Was ist aber mit dem ganzen Rest: Updates von Greengrass selbst, das Betriebssystem, sonstige Systemkomponenten, wie Treiber, Bibliotheken, usw.?
Auch diese Teile des Systems müssen regelmäßig aktualisiert werden!
Um dies zu ermöglichen, ist ein Edge-Device mit einer zuverlässigen Gesamtarchitektur notwendig. Das bedeutet, das es möglich sein muss, die Basis Softwarekomponenten upzudaten, ohne hier im Urschleim der Linux Paketverwaltung herumzuwühlen.
Aus unserer Sicht hat HARTING hier mit der MICA Box ein hervorragendes Gesamtsystem gebaut, welches den Betreiber von diesen Arbeiten großenteils entlastet.
Was bedeutet das in der Praxis?
Bei der HARTING MICA stellt der Hersteller das Basissystem (Linux) sowie diverse Funktionscontainer zur Verfügung. Das Besondere dabei ist der Umstand, dass alle vom Hersteller gelieferten Container mit einer Web-Socket Schnittstelle ausgestattet sind. Damit wird es einem ermöglicht, sehr einfache die Container zu Verwalten und zu Konfigurieren.
Auf diese Weise ist es mit sehr geringem Aufwand möglich, über den von SIC! Software verfügbaren Greengrass Container alle anderen Container auf der MICA und das Betriebssystem selbst über einige wenige API-Aufrufe vollständig zu steuern. Der Greengrass Container ist der Master und somit in der Lage, neue Container zu installieren, bestehende Upzudaten, etc.
Ohne die Bereitstellung dieser Basisfunktionalität von HARTING müsste der geneigte Nutzer das alles selbst in die Hand nehmen. Insbesondere das Update der Basissoftware eines Edge-Device, wie der MICA, ist ohne diese Vorarbeiten nur mit erheblichem Entwicklungsaufwand zu bewerkstelligen.
Um dies zu gewährleisten greift Harting hier auf Container zurück.
Allerdings setzt man hier aufgrund der nur geringen Hardware-Ressourcen, die in der Regel auf einem Edge-Device zur Verfügung stehen, nicht auf Technologien wie Docker oder Podman, sondern verwendet die Basis-Technologie LXC.
Mit Containern kann man alle diese Abhängigkeiten als ein einzelnes Image zur Verfügung stellen, dass mit wenig Handgriffen installiert bzw. aktualisiert werden kann.
Nachdem nun die Application(s) sowie das Image über eine CD-Pipeline ausgerollt werden können, bleibt noch die Aktualisierung des Host-OS bzw. der Firmware selbst.
Hier gilt es ein Edge-Device auszuwählen, das per Netzwerk aktualisiert werden kann.
Integrieren wir nun unseren Management-Dienst mit AWS Greengrass, erhalten wir einen zentralen Management-Hub in der Cloud, der alle Teilbereiche unseres Edge-Devices verwaltet – von Firmware über LXC-Container bis hin zur Greengrass Installation.
Und damit ist dann das Ziel eines jeden Systemadministrators erreicht: Ein transparenter, durchgängiger Prozess, um alle Ebenen der Software eines professionell eingesetzten Edge-Computing-Devices zu verwalten.

Fazit

Unter Verwendung der HARTING MICA und von AWS Greengrass lassen sich grundsätzlich alle Aspekte eines Edge-Devices zentral verwalten. Integrieren wir diese nun in einen Management-Dienst, erhalten wir einen zentralen Management-Hub, der alle Teilbereiche unseres Edge-Devices verwaltet – von Firmware über LXC-Container bis hin zur Greengrass Installation. Außerdem lassen sich so der Status und die Zustände aller Komponenten zentral überwachen, und im Falle von Problemen können diese schnell identifiziert werden oder sogar vor dem Eintreten erkannt und beseitigt werden.


Einige IoT Praxis-Beispiele für den Einsatz der der HARTING MICA mit AWS Greengrass finden Sie bei unseren IoT Case Studies.

Z.B. beim Technologiedemonstrator für vernetzte Ventilatoren, einem Projekt der Firma Rosenberg Ventilatoren:

 


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